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Auf sein 60-jähriges Bestehen kann das Land NRW in diesen Wochen zurückblicken. Weit jünger, nämlich aus dem Jahr 1988, ist das Gebäude des Landtages selbst, das als erster vollständiger Parlamentsneubau in der Geschichte
der Bundesrepublik gilt.
Mit ihm hatte zum ersten Mal ein deutsches Parlament sein zukünftiges Domizil selbst entworfen und dabei parlamen-
tarisches Selbstverständnis in Architektur umgesetzt.
Die "politischen" Bauherren bewiesen Mut, als sie damals dem Entwurf der Düsseldorfer Architektengemeinschaft
Eller Moser Walter + Partner den ersten Preis zuerkannten. Keine monumentale Bauweise war gewünscht - ein offenes,
einladendes Haus für 18 Millionen Bürger/innen sollte es werden. Mit 105 m Breite, 195 m Länge und 21 m Höhe eher
kompakt und vergleichsweise bescheiden, beeindruckt das Gebäude vor allem durch seine filigrane Bauweise und der
extravaganten Formgebung. Ausgehend von der runden Sitzordnung im zentralen Plenarsaal wurde der Kreis zum Grund-
rissprinzip - auf rechte Winkel wurde konsequent verzichtet. Dieses Gestaltungskonzept erschließt sich dem Besucher auf
den ersten Blick vor allem dann, wenn er das Gebäude über das Foyer, der sogenannten "Bürgerhalle" betritt, deren umfassende
Renovierung pünktlich zum 60-jährigen Landesjubiläum im Oktober fertiggestellt wurde. Dabei wurde aufgrund der notwendig
gewordenen Sanierung der bestehenden Sprinkleranlage das Hauptaugenmerk auf die Deckengestaltung in Verbindung mit der
lichttechnischen Ausstattung gelegt.
Die bestehende Lösung
Die seit 1988 bestehende Lichtlösung wurde optisch und lichttechnisch durch runde Aufbaudownlights bestimmt. Bestückt mit je
einer Hochdruckentladungslampe 150 W sorgten sie für die notwendige Grundbeleuchtung. Eine mittlere Beleuchtungsstärke von
1000 Lux war damals gefordert, um den fast täglich anwesenden Kamera- und Journalistenteams während der Reportagen und
Interviews ein ausreichendes Licht zu bieten. Die Lichtstärke wurde ausschließlich über die Anzahl der eingesetzten Leuchten erreicht,
was zwangsläufig ein unruhiges Deckenbild zur Folge hatte. Dieser negative Effekt wurde zusätzlich noch verstärkt durch den Einsatz
von Anbauleuchten mit recht großer Aufbauhöhe. Ein weiterer Nachteil war, dass die einzelnen Deckenfelder, die ihre Aufteilung und
Struktur durch die Anordnung der markanten Unterzüge erhalten, recht dunkel erschienen. Nur durch eine aufwändige und auch wartungs-
intensive Neonbeleuchtung, wie sie bei der Lichtwerbung noch heute üblich ist, konnte dieser Effekt damals ausgeglichen werden. Jedes
einzelne Deckenfeld wurde also noch zusätzlich mit einer komplett umlaufenden Neonröhre umrahmt, um somit einen deckenerhellenden
Lichtakzent zu erzielen.
Die Aufgabe
Ziel der Sanierung war die Schaffung einer Lichtlösung, die den ursprünglichen Charakter der Halle beibehält, ihn aber technisch
und auch optisch neu interpretiert. Die Stürze, die in ihrer Ausrichtung alle auf den zentralen Punkt im Plenarsaal zulaufen, sollten auch
weiterhin die architektonische Statik demonstrieren und gleichzeitig die Deckenfläche strukturieren. Die dabei entstehenden Decken-
segmente selbst sollten ruhiger und gleichzeitig heller werden. Zudem war ein flexibleres Leuchtensystem gefordert, das die neue Zielsetzung, nämlich die zunehmend multifunktionale Nutzung der Eingangshalle, problemlos ermöglicht. Der Faktor der Wirtschaftlichkeit spielte bei der Neukonzeption selbstverständlich eine entscheidende Rolle.
Die neue Lösung
Um den Charakter der Hallendecke so wenig wie möglich zu verändern, entschloss sich das Planungsteam wiederum für den
Einsatz von runden Downlights, diesmal allerdings in der Version als Deckeneinbauleuchte. Um gleichzeitig allen weiteren Anforderungen
gerecht zu werden, fiel die Entscheidung auf das WILA-Tag-/Nacht-Downlight aus der Serie E Connect. Diese kompakte Leuchte besitzt
den markanten Vorteil, dass sie zwei Lichtquellen innerhalb eines Leuchtengehäuses kombiniert und somit den visuellen Grundbedürfnissen
des Menschen entgegenkommt. Tatsache ist nämlich, dass sich der primär visuell wahrnehmende Mensch zu verschiedenen Tageszeiten
auch unterschiedliche Lichtstimmungen wünscht. Das Wohlbefinden und alle davon abhängigen Aktivitäten werden dadurch spürbar gefördert.
Genau dies war ausschlaggebend für diese WILA-Neuentwicklung.
Die im Foyer des Landtagsgebäudes eingesetzte Lichttechnologie besteht je Downlight aus zwei HIT-CRI Hochdruckentladungslampen in
den Wattagen 35 W und 70 W. Der hochglänzende Spiegelreflektor ist aus korrosions- und alterungsbeständigem Reinstaluminium (AL 99,98)
und wird durch ein innenliegendes Einscheiben-Sicherheitsglas geschützt. Durch die einzigartige kreuzweise Anordnung der Leuchtmittel
gelingt eine optimale Lichtverteilung auch beim Umschalten zwischen den Lampen. Am Tag erweist sich die leistungsstärkere Lampe als ideal,
wogegen sich das 35 W Leuchtmittel mehr für die Abendstunden eignet und eine behaglichere Raumatmosphäre schafft. Dieser Effekt kann mit der Auswahl einer warmen Lichtfarbe (z.B. WDL 3000 K) noch verstärkt werden.
Da aus rein optischen Gründen die Zuleitungen der Sprinkleranlage kaschiert werden sollten wurden die Deckensegmente in der Bürgerhalle
abgehängt. So entstand eine sehr wirtschaftliche Möglichkeit, mit Hilfe von T5-Lichtleisten, die oberhalb der Deckenfläche montiert sind, eine Deckenaufhellung ähnlich der ehemaligen Lösung zu schaffen. Alle Lichtleisten sind dimmbar und erweitern somit den gestalterischen Spielraum der neuen Beleuchtungsanlage, die sich harmonisch und dezent in die bestehende Architektur einfügt.
Smart light
Mit der neuen lichttechnischen Ausstattung der Bürgerhalle im Landtag NRW stellt WILA einmal mehr ihre langjährige intelligente und kreative Lichtkompetenz unter Beweis. Als innovationsstarker Technologieführer von hochqualitativen, ästhetischen und wirtschaftlichen Kompaktleuchten feiert das Iserlohner Unternehmen im kommenden Jahr das 150-jährige Bestehen.
| Bauherr: |
Landtag NRW, Düsseldorf |
| Elektroplanung: |
BLB NRW, NL Düsseldorf |
| Architekt: |
Eller + Eller, Düsseldorf |
| Lichtplanung: |
Enke. Die Lichtberater, Düsseldorf |
| Installation: |
HOCHTIEF FM, Düsseldorf |
| Downlights: |
WILA Lichttechnik GmbH, Iserlohn |
| Lichtleisten: |
XAL GmbH, München |
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